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Die Internationale Alpenfahrt 1951-1958 Hier entstand 1951 die Legende vom "Grünen Elefanten"! Die Geschichte der Alpenfahrt beginnt 1911 mit einem Sieg von Ferdinand Porsche auf einem Daimler-Wagen. Der OeAMTC organisierte die Alpenfahrten, bis man dazu überging einen Coupe des Alpes daraus zu machen und dann mit den Clubs aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich und Italien diese Veranstaltung gemeinsam durchzuführen, auf 6 Tage und ca. 3000 km Fahrtlänge auszudehnen. Der 2. Weltkrieg brachte dies alles zum Erliegen. 1950 ergriff der OeAMTC die Initiative und veranstaltete die erste Internationale Nachkriegsalpenfahrt gemeinsam für Wagen und Motorräder. Es ging über 2 Tagesetappen. Damit sich Wagen und Motorräder nicht gegenseitig behinderten, fuhren die Motorräder die eine Schleife, während die Wagen die Schleife des zweiten Tages fuhren und dann umgekehrt. Bei der Alpenfahrt 1951, bei der die Zündapp KS 601 erstmals teilnahm, entstand auch der bis heute gebräuchliche Begriff vom "Grünen Elefanten". Carl Hertweck brachte dies dann in Nr. 25/1951 von "Das Motorrad" im Rahmen eines Testberichtes über die KS 601. Noch etwas zur Bewertung: Es wurde eine Bergprüfung eingeschaltet und als Gegenstück dazu auf der Autobahn eine Geschwindigkeitsprüfung. Beide waren ausschlaggebend für den Endsieg, denn nur der Klassenbeste erhielt die Goldmedaille, nur der Schnellste aus beiden Prüfungen das Edelweiß und wer alle diese Voraussetzungen erfüllte, in jeder Kategorie einmal den Alpenpokal. So musste also zwangsläufig auch auf Zeit gefahren werden und vom Schonen der Maschine konnte hier gar keine Rede sein, sondern rücksichtsloser Einsatz war vonnöten, wenn man zum Erfolg kommen wollte. Die vielgepriesenen englischen Gespanne fielen zu Anfang immer aus. Die Alpenfahrt war eine Domäne von Zündapp und BMW und endlich, das Interesse an dieser Art Wettbewerb hatte deutlich nachgelassen, kam 1957 auch eine englische Lady zum Sieg in der großen Seitenwagenklasse. Den Alpenpokal holten sich mehrfach die hubraumschwächeren von 350 ccm Gespanne, auch kleineren Puch-250 ccm-Gespanne, ihr Leistungsgewicht war günstiger. Die Alpenfahrt wurde bis 1973 ausgetragen und wird seit einigen Jahren nunmehr als Veteranenfahrt organisiert.
15.-17. Juni 1951:
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Keitel Nürnberg Zündapp Gold
Ernst Nürnberg Zündapp Silber
+ Edelweiß
Weiß Nürnberg Zündapp Silber
Patleich Wien Zündapp Bronze
Rabold Güssing Zündapp Bronze
+ Edelweiß
21.-22. Juni 1952:
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Kraus München BMW Gold
+ Alpenpokal
+ Edelweiß
Kritter Heilbronn Zündapp Silber
Schichl Linz BMW 750 Bronze
13. - 15. Juni 1953
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Klankermaier München BMW Gold
Kritter Heilbronn Zündapp Gold
Weiß/Mages Nürnberg Zündapp Silber
+Edelweiß
Keitel Nürnberg Zündapp Bronze
Ernst Nürnberg Zündapp angekommen
Schichl Linz BMW angekommen
Keck Wien Zündapp angekommen
11.-13. Juni 1954:
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Keitel/Müller Nürnberg Zündapp Gold
+ Edelweiß
Weiß/Mages Nürnberg Zündapp Gold
Ernst/Sörgel Nürnberg Zündapp Gold
Keck Wien Zündapp Silber
Abb1: Keitel / Müller bei der Bergprüfung an der Turracher Höhe. Abb2: Georg Weiß unterwegs.
17.-19. Juni 1955:
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Keitel Nürnberg Zündapp Gold
+ Edelweiß
Ernst Nürnberg Zündapp Gold
Weiß Nürnberg Zündapp Gold
Keck Wien Zündapp Silber
15.-17. Juni 1956:
Solomaschinen bis 250 ccm
Hessler Nürnberg Zündapp Gold
Gehring Detmold Zündapp Bronze
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Kritter Heilbronn Zündapp Silber
+ Edelweiß
14.-16.Juni 1957:
Solomaschinen bis 175 ccm
Kammler Nürnberg Zündapp Gr. Gold
Solomaschinen bis 250 ccm
Saurer Isny Zündapp Gr. Gold
Kubalski Warschau Zündapp Gr. Gold
Sick Nürnberg Zündapp Gr. Gold
Gehring Nürnberg Zündapp Gr. Gold
Leistner Nürnberg Zündapp Gr. Gold
Seitenwagenklasse über 500 ccm
Knauder Eisenerz Triumph 650
Gr. Gold
+ Edelweiß
+ Alpenpokal
Käser Nürnberg Zündapp Gr. Gold
Keck Wien Zündapp Gr. Gold
20.-22. Juni 1958: (Es waren keine Seitenwagenklassen mehr ausgeschrieben) (Neu bebilderter Extrakt aus Rundschreiben Nr. 2/2007 des Zündapp KS 601 Club e.V.) Die Bilder stellte freundlicher Weise Günter Sengfelder (Oberasbach) zur Verfügung. Diese Zusammenstellung stellte freundlicherweise R.L. vom Zündapp KS 601 - Club zur Verfügung. Herzlichen Dank! |
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