Heimflug 2. Teil

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Heimflug 2. Teil

Beitragvon 200Ardietreter » 10 Aug 2014: 18 24

Anlauf
In Barcelona erwartete mich ein bestens gewartetes Motorrad in einer sicheren Garage und ein freundlicher aber besorgter Verkäufer. Als „Eingewöhnungsstrecke“ empfahl er mir einige ruhige Nebenstraßen in der Umgebung der Garage. Am nächsten Morgen habe ich diese dann auf eine ausgiebige Stadtrundfahrt ausgedehnt. Barcelona ist äußerst zweiradfreundlich, man macht Platz, ist nicht aggressiv, wenn es mal nicht so flutscht und da die ganze Stadt Motorrad oder -roller fährt, ist auch der Verkehr recht entspannt. Das Einbahnstraßen-System ist gewöhnungsbedürftig, aber für Zweiräder gibt es zur Not mal das Trottoir... Den Fähranleger für den nächsten Tag habe ich auch sofort erkundet, der Hafen ist recht weitläufig und nicht sehr gut beschildert. Abends wurde das Gepäck auf der Maschine verschnürt und alles wieder in der Garage verschlossen.
Da die gebuchte Fähre von Tanger nach Barcelona gekommen war, war sie bereits fest in der Hand von nordafrikanischen „Touristen“. Der Preis von 125,- Euro für Mann und Maschine war dennoch eine gute Alternative zu 1000 Straßenkilometern durch Frankreich. Nach 17 Stunden auf See wurde es dann morgens in Genua ernst.
Auf Strecke
Die Straße über den Apennin ist gemütlich, die Steigungen erträglich und ab Bobbio geht es eigentlich nur noch bergab. Ich hatte mir vorgenommen, bei Teilstrecken von 1-2 Stunden Tagesetappen von 250 km zu erreichen. Immerhin liegt die Höchstgeschwindigkeit der RBZ 200 bei 70 Kmh und man will ja nicht übertreiben. Auch braucht der Zweitakter seine Abkühlphasen. Aber es ging dann weniger um das Motorrad als um meinen Kaffee-Bedarf. Hier eine Bar, dort ein kleines Bistro, die Maschine bekam mehr Pausen als sie benötigt hätte. Dennoch war in Piacenza Zeit für einen Stadtbummel, danach via Cremona und Asola weiter Richtung Gardasee, welcher in der Abendsonne vor uns lag. Es war ein Tag ohne Probleme, nur einmal wollte der Motor erst nach einem Kerzenwechsel wieder anspringen. Kleinkram!
Der nächste Tag war für das Gemüt: Bummel am Gardasee entlang bis zum Nordende, wundervolle Landschaft auf einem wundervollen Motorrad, alles passte, man wurde übermütig.
Nachdem auch der nächste Morgen auf der Strecke nach Trento nur lockere Entspannung brachte, habe ich bei bestem Wetter und gut laufender Machine entschieden, statt der Etsch bis Bozen zu folgen, bei Lavis rechts abzubiegen und das volle Programm zu fahren: Die Überquerung der Dolomiten über Sellapass und Grödener Joch sollte doch auch möglich sein? Jedenfalls könnte man jederzeit umkehren und nach Bozen hinunter rollen... Auf geht´s!
Dateianhänge
2 Embarkation.jpg
Einschiffung nach Genua
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3 In the apennins.jpg
Irgendwo im Apennin
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4 Lago di Garda.jpg
Am Gardasee
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Mander `s isch Zeit!
200Ardietreter
 
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