Ölverlust am Getriebe

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Ölverlust am Getriebe

Beitragvon .fred. » 29 Dez 2017: 18 08

Hallo!

Habe eine B254 die eigentlich brav läuft. Lediglich der Ölverlust am Getriebedeckel macht mir Probleme.
Ich muss ehrlich sagen das ich nicht genau weiß woher das meister Öl kommt. Vom Getrieberitzel mit Drallring oder vom Klinkenhebel! Oder beides?
Im Betrieb sieht man nicht hin und nimmt man den äußeren Deckel ab ist alles schon verölt.
Für die BDG250 wird ja ein Getriebedichtsatz angeboten. Hat aber jemand schon mal eine B254 "trockengelegt" oder weiß einen anderen Rat als dickeres Getriebeöl? (zurzeit SAE50 Motul Classic)

Hoffe auf Antworten, bzw. wie geht's euch mit diesem Modell?

Schöne Grüße und einen Guten Rutsch

Manfred
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.fred.
 
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon Christian Wolf » 30 Dez 2017: 16 05

Bei Triumph Treffen werden Pappkartons verteilt zum unterlegen :-) Auch eine Lösung.
Wenn die Messingbüchse im Schaftrad ausgeleiert ist kann da natürlich verstärkt Öl austreten. Ist eigentlich keine ideale Lösung mit der Rückfördernut. Wird nie richtig dicht.
Die B254 dürfte auch noch Labyrint Abdichtung haben am Schaftrad. Also so Blechscheiben mit Einbuchtung. Die ersten BD´s hatten das auch noch. Später dann Simmering .
Da wo der Klinkenhebel sitzt wird immer etwas Öl vom Getriebe rüberlaufen. Später wurde versucht das mit O Ringen zu verhindern. Was du als Getriebedichtsatz bezeichnest.
Naja, ist auch keine 100% Lösung.
Wichtig ist das du den äusseren Deckel mit Dichtmasse abdichtest und Die Kabeldurchführung auch dicht machst. Silikon ist da eine Möglichkeit.
Der Raum wird früher oder später volllaufen und dann gehts am Kabel raus.
Zumal ja auch der Ständer rechts ist und so immer Öl in die Richtung fliessen kann, beim Schaftrad auch.
Durch den heissen Motor ist das so dünn wie Wasser und verteilt sich auch durch den Fahrtwind überall, so das es schwer nachvollziehbar ist wo es genau herkommt.
Unten am äusseren Getriebedeckel ist ja die Einstellvorrichtung. Da läuft es bei mir im Moment noch raus hab ich das Gefühl.
Da könnte etwas Hylomar auf dem Gewinde und der Kontermutter helfen. Muss ich mal probieren demnächst.
Was auch sein kann das es auf der linken Seite an der Schalwelle auch rausschwitzt und dann beim Parken unterm Motor nach rechts läuft und dann abtropft.
Hatte ich auch schon.
Auch der Bolzen der die Kickstarter Anschlagfeder hält ist oft undicht. Später war der nicht mehr geschraubt.
Das Schaftrad gibt es noch neu. Bei der BD passt es von der BDG. Würde mich nicht wundern wenn es bei der 254 auch passt.
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon .fred. » 31 Dez 2017: 13 12

Links bin ich dicht. Ab und zu mal ein Tropfen. Habe Simmerring und O-Ring nachgerüstet.
Das mit dem Schaftrad macht mir schon Gedanken.
Habe mal die Orginalersatzteilnummern verglichen B254 und BDG.
Schaltrad, Hauptwelle, Drallring, Buchse zu Schaftrad passen zusammen.
Schaftrad hat bei B254 Org.Nr 64.02.04.0
bei BDG250 64.02.04.51
Hat jemand Erfahrung damit oder schon mal verglichen ob die zusammenpassen?

Und die Labyrintdichtung ist die direkt hinter dem Getrieberitzl montiert und tauschbar oder muss ich das Getriebe zerlegen?
.fred.
 
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon Christian Wolf » 31 Dez 2017: 15 05

Deine Nummer ist Schaftrad ohne Büchse
Die Schafträder sind bei BD und BDG gleich. Schön durchgeschleppt die Technik von 37 bis 57.
Noch ein paar Bilder vom Deckel mit und ohne Simmering.
Getriebewellen auch gleich, bis auf die von der Bundeswehr BDG mit anderer Kupplung. Ganz rechts BD.Mit dem Drallring.
Die Labyrint Dichtung ist ja verschleissfrei. Ob die verstärkt suppt weis ich nicht. Kann sein das man deswegen auf Simmering umgestellt hat.
Vieleicht passt ja sogar der Getriebedeckel von der BDG. Würde mich auch nicht wundern.
Der 254 Motor ist ja schon sehr nahe am BD. Hätte ich auch gerne mal einen um zu sehen wie die Wunderspülung geht. Kreuzstromspülung glaub ich.
Das Schaftrad kann, muss aber nicht verschlissen sein. Eigentlich halten die viel aus.
Das ist einfach grundsätzlich nicht gut gelöst mit der offenen Getriebewelle.
Hat später so ja auch keiner mehr gebaut. Falcone ist auch so, aber auch alte Konstruktion.
Wenn du deine 254 mit laufendem Motor auf den Ständer stellst kannst du zuschauen wie das Öl am Schaftrad rausläuft.
Bei der BDG genauso. Auch bei neuem Schaftrad.
Wie gesagt, die Kabeldurchführung ist wichtig und der Deckel gut abgedichtet.
Hat die Triumph eigentlich eine Getriebe Entlüftung? Ist mir garnicht aufgefallen bis jetzt.
Hast du auch eine Durchführung für einen Handschalthebel?
Das ist bei der BD auch eine Ölquelle.
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon Christian Wolf » 31 Dez 2017: 15 06

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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon Christian Wolf » 31 Dez 2017: 15 39

Der Drallring ist dann bei den BDG´s eine glatte dicke Scheibe. Denk ich mal, da muss ja der Simmering dichten. Alles hab ich auch nicht im Kopf :)
Getriebedeckel ist schon anders, gerade gesehen. Zündung ist ja viel grösser.
Vieleicht ist ja auch das Deckelchen undicht. Da wurde ja bei meinen Teilen schon rumgepfuscht. Sieht man bei dir nicht, ist hinter dem Ritzel.
Edit
Noch ein Fehler, deine Nummer stimmt doch, ist Schaftrad mit Buchse. Auf jeden Fall sollte es passen.
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon .fred. » 13 Jan 2018: 12 31

Danke für deine ausführlichen Antworten. War jetzt länger nicht im Forum.

Werde nachdem das Getriebe keine Probleme macht einfach nur den äußeren Deckel abdichten. Warum das Getriebe zerlegen wenn nichts Gröberes ansteht und sowieso nicht komplett dicht wird.

Bin aber am Überlegen ob ich nicht direkt unterhalb des Deckels einen kleinen länglichen Behälter montiere und so das meiste Öl abfange. Ist sicher nicht die feinste Lösung aber einen Versuch wert. Gebe ein Foto rein, wenn es was wird!

Schöne Grüße
Manfred
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Re: Ölverlust am Getriebe

Beitragvon _hiha » 15 Jan 2018: 09 27

Scheue Dich nicht davor, einen Auffangbehälter anzubringen. Mir wurde erzählt, dass Englische Sportwagen das noch in den 70er Jahren serienmäßig hatten...

Gruß
Hans
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