BDG 250 H - Motor abdichten

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web24
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von web24 » 20 Dez 2015: 21 38

Christian Wolf hat geschrieben:Die Überströmer ...
Hallo Christian,
bitte kontrolliere und korrigiere mal deine im Forum hier angegebene Emailadresse, ich bekomme alle Systemmeldungen an dich zurück mit unzustellbar - danke. Bei Fragen: webmaster@meisterdinger.de
Grüße!
jf
Danke, der Netzmeister!
Bild

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 21 Dez 2015: 08 19

Sory,
wurde erledigt.

67Laverdalothar
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 23 Dez 2015: 10 05

Den gesamten Motor nach Mölln fahren will mein Vater nicht (sind immerhin von uns aus über 400Km je Strecke).

Hat noch jemand einen Tipp für eine Werkstatt mit überschaubaren Reparatur-Zeiten im Raum Köln? Stemmler fällt aus, 2,5 Jahre Wartezeit... :shock:

Oder ein erfahrener Schrauber im Forum, der bereit ist zu unterstützen?

Gibt es irgendwo das Werkstatt-Handbuch/Kundendienst-Anweisung (keine Ersatzteil-Liste oder Bedieungsanleitung sondern möglichst bebilderte Reparatur-Anleitung) zu kaufen oder als Download? Hab nichts finden können...

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 23 Dez 2015: 10 55

Das ist zu schaffen mit mechanischem Grundwissen. Lässt sich schön schrauben am Triumph Motor.
Eine verblichene Anleitung hab ich noch.

http://f3d.de/b1.jpg

http://f3d.de/b2.jpg

67Laverdalothar
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 23 Dez 2015: 11 16

Danke Christian. Es gibt wohl ein richtiges Werkstatt-Handbuch, das hatte ein Forums-Mitglied hier mal angeboten (hab ihn auch schon angeschrieben, ob es das noch gibt). Hatte ca. 60 Seiten (Ringbuch).

Mir fehlt zudem aber auch das eine oder andere Werkzeug, u.a. z.B. um das Getriebe-Eingangs-Lager herauszubekommen. Gibt es da einen Tipp?

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 23 Dez 2015: 11 48

Ich weiss nicht was der nette Herr dir da verkaufen will, von Handbuch hab ich noch nix gehört. Wär mir neu.
Welches Lager meinst du? Das wo das Schaftrad drin läuft?
Egal, Aluteil heiss machen und Lager rausmachen. Geht immer.
Du musst das Kettenritzel abschrauben, dann kannst du die Welle rausziehen. (Falsch, Welle geht auch ohne Ritzel abschrauben raus, aber Schaftrad nicht). Schaftrad steckt dann im Lager. Schaftrad rausziehen und dann siehst du das lager.
Und dann halt Lager eben mit Gehäuse erwärmen demontieren.

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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 23 Dez 2015: 11 56

Es soll wohl für die Triumph-Werkstätten eine "Kundendienst-Anweisung" gegeben haben (kenne ich auch von anderen Fahrzeugen, wird vom Werk nur an autorisierte Werkstätten rausgegeben; hab sowas für meinen Youngimer, sind bei dem 10 oder 11 Ringbücher voller bebilderter und deutlich beschriebener Schritt-für-Schritt Anweisungen).

Bin ein visueller Mensch, brauche immer Bilder für sowas... :oops:

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 23 Dez 2015: 11 58

Das Schaftrad ist übrigens eine Ölquelle die immer sprudelt. Da wird immer etwas Öl rauslaufen. Nie ganz dicht zu bekommen.
Da ist zwar eine Rückförder Nut in der Welle, aber es ist eigentlich nicht optimal gelöst.

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 23 Dez 2015: 12 02

Es gibt Kundendienst Anweisungen, die kann man sich aber alle saugen bei Meisterdinger.
Ich vermute da Geschäftlesmacherei dahinter. Aber ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen.

Christian Wolf
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von Christian Wolf » 23 Dez 2015: 12 22

Der Triumph Motor ist fast genial aufgebaut. Man braucht eigentlich nur einen Abzieher für die Schwungscheibe und den kann man sich selbst bauen.
Eventuell noch einen für die Innenringe der Schulterlager.
Das Primärkettenritzel kriegt man mit zwei grossen Schraubenziehern ab, wenns sein muss, ein Klauenabzieher ist natürlich eleganter.
Aber kein grossartiges Spezialwerkzeug. Ausdistanzieren muss man auch nur die Kurbelwelle.
Den Lima Rotor bekommt man mit einem einfachen Stahlstift ab. Wirklich einfach alles.
Wenn ich da an Zündapp DB 200 denke, das ist der reinste Horror im Vergleich.

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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 23 Dez 2015: 12 41

Christian Wolf hat geschrieben:Das Schaftrad ist übrigens eine Ölquelle die immer sprudelt. Da wird immer etwas Öl rauslaufen. Nie ganz dicht zu bekommen.
Da ist zwar eine Rückförder Nut in der Welle, aber es ist eigentlich nicht optimal gelöst.
bischen ist ja OK, die Kiste hat aber über Nacht ne Lache von ca. 15cm Durchmesser unter sich gelassen. Das denke ich ist nicht mehr OK...

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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 27 Dez 2015: 21 20

So - wir haben den Motor soweit wir konnten gestrippt. Angeblich hat der um die 80.000Km drauf (Tachostand), sah aber innen noch hervorragend aus. Dennoch hatten einige Sitze Spiel, was sicher nicht so sein sollte... Große Katastrophen haben wir aber nicht gefunden. Einzig die Schwungscheibe haben wir mangels Abzieher oder zumindest entsprechender Schrauben nicht raus bekommen. Motor geht jetzt dem entsprechend weitestgehend zerlegt nach Mölln zur Begutachtung und Kostenvoranschlag. Wir haben alles in Kartons verpackt (3 große...), damit die Post das auch mit nimmt...

Den komplettierten Motor wird mein Vater dann ende Januar voraussichtlich in Mölln abholen - oder fährt zufällig einer aus der Nähe dort runter Richtung Köln?? :wink:

Weiterer Bericht vom Zusammenbau folgt dann ende Januar. Bis dahin nochmals vielen, vielen Dank an alle, die mit Rat und Tipps zur Seite standen!! Hat sehr geholfen!!

Liebe Grüße und einen "Guten Rutsch!" wünscht


Lothar

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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 06 Jan 2016: 11 48

Frohes Neues erst mal in die Runde... :-)

So - man hat sich in Mölln gleich ans Werk gemacht und die Paket ausgepackt. Alles scheint gut angekommen zu sein und war ja von uns schon vorgereinigt, daher ging die Bestandsaufnahme zügig und ergab folgendes:

-Kurbelwelle und Pleuel müssen getauscht werden, da unteres Pleuelauge Oval und Lager Spiel hatte
-die äußeren Kurbelwellenlager müssen ebenfalls getauscht werden
-sämtliche Bronze-Buchsen haben leichtes Spiel und werden mit getauscht
-Simmeringe ausgehärtet => müssen ebenfalls getauscht werden
-hier wird gleich die Modifikation mit den Bronze-Druckscheiben gemacht (in deren Katalog beschrieben)
-Getriebe Ein- und Ausgangslager beide defekt
-Getriebe Hauptwelle und Schaltwelle müssen auf Dichtung umgebaut werden
-Abdichten, zusammenbau und Einstellen von Schaltung und Zündung
-Kolben und Zylinder noch in Ordnung (wurden ja von uns schon mal neu gehohnt und neue Kolben verbaut...)

Sie veranschlagen ca. 1.400€ für die Arbeiten und das Material, wobei der Tausch der Kurbelwelle und die Gesamt-Arbeitszeit schon alleine jeweils ca. 450€ ausmachen (plus MwSt => also schon alleine etwas 1.000€).

Naja - in Anbetracht was mich meine Motoren so kosten (locker das 3-fache...) bei einer Überholung erscheint mir das OK. Wenn anschließend alles gut läuft, wird mein Vater sicher den Motor nie wieder aufmachen müssen und der nächste Besitzer ggf. auch nicht...

Hier mal der zerlegte Motor im Überblick:
TriumphBDGEngine dismanteledsmall.jpg
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1200Corsaro
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 1200Corsaro » 16 Jan 2016: 10 41

Ich hatte meinen Motor auch bei einem auf Triumph spezialisierten Betrieb(ca. 2400€).
Was soll ich sagen? Er stand zwar 2 Jahre im Rahmen eingebaut, wurde aber befüllt und immer manuell durchgedreht, um die Simmerringe zu entlasten bzw. ein festkleben zu verhindern.
Nach Fertigstellung meiner 250H hatte ich das Vergnügen der ersten Fahrt(ca. 300m) um dann die Maschine nach diesem Funktionscheck abzustellen. Ausser den müden Bremsen war alles Top i.O. -dachte ich.
Am nächsten Tag eine Lache von ca. 15cm feinstes Getriebeöl unter der Kiste.
Ich war dann so über die angeblichen Experten verärgert, daß ich das Moped erstmal 3Monate nicht mehr angeschaut habe. Aber hilft ja nix. Nochmals Testrunden gedreht und es scheint sicher: der Ölverlust tritt NICHT auf, wenn die Maschine steht und wenn die Maschine im Stand läuft. Jedoch reicht es schon aus, die Strasse bei mir einmal vor und zurück(ca. 120m). Am nächsten Tag ist eine Pfütze drunter. Ich tippe auf Ritzelausgang auf der rechten Seite oder gibt es andere Meinungen?
Zerlegt habe ich noch nichts, wird aber in den nächsten Tagen angegangen.
Mir schwebt ohne das Teil noch näher betrachtet zu haben der zusätzliche Einbau eines O-Ringes vor.
Die Welle des Schalthebels hatte damals gleich nach dem ersten befüllen geleckt -da habe ich in dem Durchgang einen zweiten O-Ring mit etwas strammeren abmaßen eingebaut. Zwischen den beiden O-Ringen habe ich gut mit einem speziellen Fett gefüllt. Seither ist an dieser Stelle f...trocken :)
Da ich aufgrund eines Unglückes in der Familie länger für die Restauration gebraucht habe wie geplant, kann ich ja nicht mit einem Motor, der faktisch vor 2,5 Jahren aufgebaut wurde zurückkommen und über die handwerkliche Qualität der Ausführung Beschwerde führen. Also selber machen oder hier fragen, ob jemand in der Nähe Stuttgart sowas übernehmen würde? :?: :?: :?:
TÜV-Prüfung übrigens diesen Monat ohne Mängel bestanden, Batterie ist seit Monaten eingebaut und hält den Strom(6V Anlage). Gymmicks wie das vernickelte Kettenrad(s.unten -natürlich nicht die Reibfläche der Trommel...) habe ich auch einfliessen lassen. Hat ganz schön gekostet -umso ärgerlicher die Nachlässigkeiten beim Experten.
Unten noch ein paar Bilder der (fast) fertigen Maschine. Wer die Bilder betrachtet, wird feststellen, daß der Experte auch einen LUFI mit vier Ringen an einen angeblich original Triumph aufgebauten Motor geschraubt hat -noch so ein Ärgernis.
Wenn aber die Undichtigkeiten beseitigt sind und ich noch einen neuen LUFI organisiert habe, kann ich hier nichts mehr tun und das Projekt wird weichen müssen, da mein Fokus auf den behindertengerechten Umbau des Motorrades meiner Frau gelegt wird. Das ist aber dann eine neue Geschichte...
Grüße Harry
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67Laverdalothar
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Re: BDG 250 H - Motor abdichten

Beitrag von 67Laverdalothar » 16 Jan 2016: 19 42

Man, ist das ärgerlich... :evil:

ich denke, es ist entweder die Getriebe-Ausgangswelle oder die Schaltwelle. Die werden bei der Firma in Mölln wohl beide überarbeitet, danach soll (!!) es da absolut trocken sein. Blätter mal 1 oder 2 Seiten zurück, da ist der Link zu dem Betrieb. Auf der Seite unter Shop => Triumph das PDF mal runterladen und etwas durchblättern. dort ist die Modifikation beschrieben. Hatten wohl die späteren H's alle auch so, also quasi eine "Werks-Modifikation"... :wink:

EDIT: zum schnelleren finden: hier das PDF runterladen:

http://www.feinstrahlen.de/mtm/seiten/w ... ?seite=114

auf Seite 27 ist der Getriebe-Dichtsatz beschrieben. Die Modifikation kostet relativ wenig, Du musst leider aber den halben Motor auseinander bauen... (Kupplung links muss raus, dafür muss die Primärkette runter usw. usw. usw. ).

Die Firma in Mölln kann ich bis jetzt nur empfehlen. Sehr freundlich, unkompliziert und zumindest mit Angebot etc. bis jetzt schnell und gut und fair. Motor sollte ende nächster/übernächster Woche wieder zurück sein, wird dann baldmöglichst eingebaut und getestet.

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