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Getriebe undicht Cornet

Verfasst: 17 Jul 2019: 19 51
von 1959Rudi
Hallo zusammen,

nach etlichen Jahren der „Renovierungsfreien“ Zeit möchte ich meine begonnene Restauration einer Cornet I (ohne Anlasser) weiterführen.
Der demnächst beginnende Vorruhestand machts möglich. :D

Den Motor habe ich vor lange Zeit in Mölln zusammenbauen lassen. Er lief damals auch, stand nun aber etliche Jahre.

Ich habe am Standort einen Ölfleck unter dem Getriebe entdeckt, Getriebeöl ist komplett raus..

Lt. Ersatzteilbuch gibt es neben der Getriebeöl-Ablassschraube eine „Klinkenhebel-Anschlagschraube“. Diese Schraube ist offensichtlich nicht vorhanden und das Öl kommt aus diesem Loch.

Was ich im eingebauten Motor mit untergehaltenem Handy sehen kann, ist entweder eine abgerissene Schraube, oder die Möllner haben einen Inbus-Stift eingedreht.
Bevor ich den Motor wieder demontiere, kann mir evtl. jemand vorab auf die Sprünge helfen.

Frage: Was hat es mit der Schraube 138 auf sich?
Kann das Öl daher kommen?
Stellt man mit dieser Schraube etwas ein, oder wird die einfach voll in das Gehäuse eingedreht?



Mit der Hoffnung, daß das mit dem Anhang geklappt hat einen besten Gruß ins Forum

Rudi

Re: Getriebe undicht Cornet

Verfasst: 18 Jul 2019: 14 08
von _hiha
Hmm, sieht für mich abgerissen aus. Näheres wirst Du aber erst durch persönliche Inaugenscheinnahme des Motorinneren rausfinden, fürchte ich...

Gruß
Hans

Re: Getriebe undicht Cornet

Verfasst: 18 Jul 2019: 14 53
von #triumphator#
Hallo Rudi,
In dieses Loch gehört normalerweise eine Madenschraube,die mit einer Mutter gekontert wird.
So wie es aussieht fehlt die.Abgerissen glaube ich nicht,obwohl, wenn der Bösewicht :lol: aus Mölln seine Finger im Spiel gehabt hat,ist alles möglich.
Einstellen kann man mit dieser Schraube den Anschlag der Schaltklaue,das ist aber nicht zwingend erforderlich und funktioniert auch ohne.
Durch die wahrscheinlich schon etwas ausgeriebene Buchse der Schaltwelle läuft etwas Getriebeöl in den Schaltautomaten,und dann durch diese
Öffnung heraus.Ist eigentlich in gewissem Ausmaß normal.
Um in den Schaltautomaten zu schauen muss das Getriebe nicht geöffnet werden.
Wenn diese fehlende Madenschraube drin ist und unter die Kontermutter evtl ein Kupferdichtring kommt und ausserdem der Deckel mit Dichtungsmasse aufgesetzt wird müsste eigentlich Ruhe sein mit Ölverlust,an dieser Stelle zumindest.Bei mit ist es zumindest so.
Zur Einstellung: Die Schraube wird so weit in das Gehäuse gedreht, dass man den ersten Gang einlegen kann.
Und aus allen anderen Gängen immer nur einen Schritt nach unten schalten kann und nicht weiter.Erleichtert evtl das Finden des nächsten Ganges oder des Leerlaufs.
Wenn das eingestellt ist,wird die Schraube mit einer Mutter gekontert.
Evtl gibt es nach oben auch eine solche Schraube unter dem Motorseitendeckel.
Die Madenschraube müsste insgesamt etwa 20mm lang sein und steht bei mir nur leicht über die Kontermutter hinaus.
Wahrscheinlich M6 oder M7.
Müsste evtl Bilder haben davon bei Bedarf.
Viel Erfolg und kein Grund zur Beunruhigung.
Viel Spaß beim Schrauben wünscht der Triumphator Andreas.

Triumph Cornet II Bj.1956
Triumph BDG 125 Bj.1953

Re: Getriebe undicht Cornet

Verfasst: 18 Jul 2019: 18 39
von 1959Rudi
Hallo Hans und Andreas,
besten Dank für die Erläuterungen.
Ich muss den Motor sowieso noch mal rausnehmen, da auch die Leerlaufanzeige dunkel bleibt....... habe ich wohl damals etwas zügig eingebaut. :|

Aber nun weiß ich schon mal, was mich erwartet.
Eventuell komme ich mit den Themen noch mal zurück.

Gruß
Rudi

Re: Getriebe undicht Cornet

Verfasst: 08 Okt 2019: 13 52
von 1959Rudi
Rückmeldung:

An einer abgebrochenen Schraube konnte es nicht liegen, war überhaupt keine drin ! :shock:

Werde mir eine passende Schraube mit Dichtung besorgen. Mal sehen, ob ich das dicht kriege. :|

Gruß Rudi