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Glühzündung

Verfasst: 22 Apr 2020: 08 14
von Andreas Pfeiffer
Guten Morgen meine Forumsfreunde,

Ich hoffe ihr seid alle gesund und fit.

Ein Freund von mir hat mit seiner BDG250 SL ein Problem welches der ein oder andere von uns auch schon hatte.

ich auch,aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher wie ich das gelöst habe.

GLÜHZÜNDUNG Maschine dreht hoch,man zieht den Zündschlüssel und das Ding läuft weiter !!!

Wer vion Euch kennt die 100% Ursache ?

1. verkokter Zylinder ?
2. falsche oder defekte Kerze ( mein pers.Favorit )
3. Falschluft an der KW
4. Vergasernadel ?
5. Lichtmaschine zieht Falschstrom

Bin gespannt DEA :)

Re: Glühzündung

Verfasst: 22 Apr 2020: 09 51
von Christian Wolf
Servus
Grundsätzlich kann es schon von undichten Simmeringen kommen. Die Werkstatt in Mölln beschreibt das auch so und empfiehlt dabei ihre Messingscheiben zum Schutz der Simmeringe.
Ich hatte aber das Phänomen auch mal kurz nachdem ich die Simmeringe gewechselt hatte. Erst dachte ich Mist, schon wieder kaputt die Dinger.
Abstellen konnte ich ihn nur indem ich Vollgas gab und so den Zylinder runterkühlen konnte. Klingt blöd und erfordert Mut dem schon abartig hoch drehenden Motor noch mehr Sprit zu geben, aber es hat funktioniert.
Da ich keine Lust hatte schon wieder die Simmeringe zu wechseln hab ich gedacht vieleicht waren es ja nur Glühzündungen und hab den Motor nachdem er abgekühlt war nochmal gefahren und es trat seitdem nicht mehr auf. Ausserdem hab ich dann vor dem daheim ankommen beim Ausrollen nochmal kurz Vollgas gegeben um den Zylinder mit viel Frischgas etwas Kühlung zu verschaffen.
Später haber ich beim lesen vom Bönsch, Der schnelllaufende Zweitaktmotor, sehr interessantes gelesen über das Dieseln und über Ablagerungen.
Das hat mich drauf gebracht das es bei mir wohl eine Mischung aus beidem war. Ich glaube auch das der ungünstige Brennraum das fördern kann.
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Es wird sogar in letzter Zeit versucht diese Gaskernzündung bewusst bei modernen Motoren hervorzurufen weil die unheimlich mager laufen und so den Spritverbrauch erheblich reduzieren könnten. Sie bekommen es aber nicht so zuverlässig hin den Gaskern bei wechselnder Belastung stabil zu halten. Grob vereinfacht ausgedrückt.

Vieleicht kann ja dein Kumpel das mal ausprobieren das er entweder mal den Kopf und die Kolben vom Ruß befreit oder einfach nur den Motor vor dem Abstellen etwas Zeit gibt sich abzukühlen. Das kann man, wie schon gesagt, beim heimfahren durch Gas voll aufmachen bei wenig Drehzahl machen.
Oder beim ausrollen Zündschlüssel kurz ziehen und Zylinder mit Vollgas durchspülen. Kann man ja ein bischen rumprobieren.
Solang man einen Gang drin hat kann man ihn notfalls abwürgen wenn er im Stand hochdreht. Ohne Gang bleibt nur Gashahn voll aufreißen.

Aber natürlich kann es auch Falschluft sein. Zumal der Doppelkolben auch sehr mager immer weiterläuft wo ein Einkölbler schon lange abgestellt hätte.

Re: Glühzündung

Verfasst: 22 Apr 2020: 10 00
von _hiha
Genau diese Abschnitte aus dem Bönsch kenne ich auch, und ich hatte bei moderneren, sonst einwandfrei funktionierenden Zweitaktern genau das problem. Gaszug blieb nach Sturz im Gelände durch deformierten Hadgriff auf Halb hängen, Notaus und Schlüssel abziehen funktioniert nicht. Leider völlig normal und nur mit Choke abzustellen, weil selbst abwürgen nicht immer klappt.

Gruß
Hans

Re: Glühzündung

Verfasst: 23 Apr 2020: 10 00
von Andreas Pfeiffer
Vielen Dank meine kompetenten Freunde,

darum liebe ich dieses Forum.

Findet Ihr auch dass hier zur Zeit sehr wenig geschrieben wird,obwohl die Leute eigentlich mehr Zeit hätten ?

Bleibt Fit kleiner Gruß

Euer DEA
TWN Buch Technikteil 29 Seiten 001.jpg

Re: Glühzündung

Verfasst: 24 Apr 2020: 09 29
von _hiha
Diejenigen, die so wie ich, normal der Arbeit nachgehen, haben genauso viel oder wenig Zeit wie vorher, sich im Web zu tummeln. Diejenigen die grad garnicht arbeiten dürfen, haben erst Recht keine Zeit. Garteln, Haus herrichten, Werkstatt entrümpeln, neue Motorradprojekte...
Gruß
Hans

Re: Glühzündung

Verfasst: 24 Apr 2020: 15 07
von Andreas Pfeiffer
:D :D :D :D :D

Re: Glühzündung

Verfasst: 23 Mai 2020: 21 35
von 67Laverdalothar
So - genau den Effekt hatte ich heute auch! Motor ging erst an der Ampel aus. Angekickt und dann drehte er freudig hoch und blieb da hängen. Zündschlüssel gezogen - lief weiter! Benzinhahn zu und Vollgas, da ging sie irgendwann aus. Hat aber 3- oder 4 Versuche gekostet, bis das wieder weg war... :shock: Hab dann die kältere Kerze (W7AC) wieder rein gemacht und bin mit der nach Hause gefahren. Hoffentlich war das ein einmaliges Phänomen... :shock:

Re: Glühzündung

Verfasst: 18 Jun 2020: 09 38
von _hiha
Mit der Kerze hatte das nix zu tun, klingt eher nach hängender Schwimmernadel oder verstopftem Benzinhahn. U.U. könnte es auch eine unglücklich verlegte Benzinleitung sein, in der eine Luftblase das saubere durchströmen des Benzins verhindert...
Wie oben schon geschrieben ist das "Dieseln", besonders bei alten Zweitaktern, ziemlich normal und unvermeidbar. Man probiert es im Allgemeinen aber erst dann aus, wenn der Motor unerwartet hochdreht, denn im Leerlauf lässt er sich eigentlich immer abstellen

Gruß
Hans

Re: Glühzündung

Verfasst: 21 Jun 2020: 09 37
von 67Laverdalothar
Bei mir war es definitiv im Zusammenhang mit zu fettem Gemisch. Es bildet sich dann Ölkohle, die aufgrund der Hitze das glühen anfängt und an der sich das Gemisch entzündet. Ich habe den Vergaser wieder zurück gedüst und der Effekt war sofort weg (wahrscheinlich, weil ich nicht lange mit dem Effekt gefahren bin).

In sofern kann ich nur empfehlen, Vergaser zu prüfen und sicherzustellen, das
-Schwimmer wirklich schließt
-alle Düsen wirklich die richtige Größe haben (nicht gemessen! Der Wert auf den Düsen ist NICHT der Innendurchmesser!!! Es ist ein Strömungswert!)
-die Nadel die richtige ist und auf der richtigen Kerbe eingehängt ist (2. von OBEN).

Wenn das alles keine Abhilfe schafft, kann man immer noch weiter gehen. Vergaser ist ja simpel aufgebaut, der ist ruckzuck überprüft und Düsen/Nadeln kosten nicht die Welt.