Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

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175Stella
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Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 09 Sep 2013: 18 34

Hallo,

ich bin frischer Besitzer einer Mars Stella 175 K. Habe leider aber noch keine Ahnung mit Oldtimern.

Bei mir scheint die Lichtmaschine defekt zu sein. Wenn ich die Ausgänge messe, ist keine Spannung da (oder nur 2 V).

Kann mir jemand sagen, wie ich an die Lichtmaschine ran komme? Da ist ein Dreipoliger-Ausgang, den man zwar rausdrehen kann, mehr aber nicht. Da gehen dann nur Kabel in den Motorraum.

Da müssten doch auch irgendwo Kohlen oder ähnliches sein, die ggf. gewechselt werden müssen. Wie komme ich da ran?

Gruß
Jens

1Janko
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 16 Sep 2013: 18 46

Wenn du die Spannung bei deiner Anlage messen willst,solltest du eines beachten:
Dort herrscht Wechselstrom,also das Messgerät auf Wechselstrom schalten.
Sonst hast du keine Anzeige.
Ich nehme an,dass der Fehler erst mal hier zu suchen ist.
In der Anlage ist eine Lichtspule,die den Scheinwerfer und Rücklicht versorgt.
An dem dort herausführendem Kabel sollte unter Belastung,also Scheinwerfer und Rücklicht
an, je nach Drehzahl, bis ca. 7 Volt Wechselspannung zu messen sein.
Janko.

1Janko
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 16 Sep 2013: 18 49

Hallo nochmal,
diese Lima hat keine Kohlen.Wenn du da ranwillst,muß das Polrad runter,aber dafür brauchst
du einen speziellen Abzieher.
Ich meine für Aussengewinde M30x1mm.
Janko.

175Stella
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 16 Sep 2013: 21 32

Hallo Janko,

da kommen ja drei Kontakte aus dem Motor, dort wo der Stecker drauf ist. Muss da jeder einzeln gegen den Rahmen gemessen 7 V bringen? Gibt es keinen Gleichrichter? Wenn ja, wo? Wenn nicht, wie wird dann die Batterie geladen?

Vielleicht kannst du mir noch eine andere Frage beantworten. Was für ein Rücklicht (Bauform) hatte die Original Stella? Eber-Form, Bauart EBERSPÄCHER? Bei mir war nämlich kein Original mehr dran.

Gruß
Jens

1Janko
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 17 Sep 2013: 09 03

Hallo, die drei Kabel sollten diese Funktionen haben:
Eines, evtl.gelb, von der Lichtspule für die Beleuchtung,
Eines,evtl.rot, für die Batterieladung,
Eines ,vermutl. schwarz zum Abstellen des Motors,geht an die Unterbrecherkontakte.

Einen Gleichrichter hast du natürlich auch,wenn eine Batterie verbaut ist.
Dieser sitzt meistens im Scheinwerfergehäuse.
gelb und rot gegen Masse gemessen sollten Wechselspannung bringen.
Schwarz nicht,ist kein Stromkabel.

Spezielle Fragen zur Mars Stella kann ich nicht beantworten,die kenne ich zuwenig.
Obenstehender Text ist allgemein gültig für Schwunglicht Magnetzündanlagen.

Janko

175Stella
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 17 Sep 2013: 20 02

Hallo Janko,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Ich habe nach deiner Beschreibung mal die Ausgänge der Lichtmaschine geprüft. Dort kommen am gelben Kabel 8,7 V, bei höherer Drehzahl 12,6 V raus und am roten Kabel 6,9 V, bei höherer Drehzahl 10,2 V. das scheint also soweit OK.

Allerdings kommen bei der Batterie nur 2,8 V an. Beim Licht 1,5 Volt und bei höherer Drehzahl 4 V. Dann ist noch ein Bremslicht angeschlossen. Am Schalter liegen 3,1 V an, tritt man das Bremspedal, geht die Spannung auf 0,6 V runter.

Ich gehe also davon aus, dass irgendwo anders das Problem liegt. Vielleicht am Gleichrichter? Nun weiß ich nicht genau, wo der Gleichrichter ist. Beigefügt ein Bild. Ist dies der Gleichrichter? Dort sind die Kontakte alle mit Farbe gut abisoliert. Was kann ich sonst noch testen?

Gruß
Jens
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 18 Sep 2013: 08 00

Ja, das ist der Gleichrichter.Vermutlich defekt,diese sind nach so langer Zeit schon anfällig.
Schau dich mal auf dieser Seite bei Elektrik um,da ist auch ein Schaltplan dabei.
Meines Wissens gehört zur Batt.ladung auch eine Drosselspule,die ich jetzt nicht auf dem
Bild erkennen kann.
Janko.

http://www.rixe-online.de/rixe/

1Janko
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 18 Sep 2013: 10 32

Hallo, muß mich korrigieren.
An diesem eingestelltem Schaltplan liegt wohl ein Fehler vor.
Anlagen mit separater Ladespule brauchen keine Drosselspule wie dort abgebildet.
Die Batterieladung erfolgt somit über das rote Kabel, zum Scheinwerfer an Klemme 59.
Über den Gleichrichte an Klemme 57,sowie normalerweise über einer Sicherung zur Batterie.
Nach der Sicherung nennt sich der Anschluss 30, dort hängt auch die Hupe und das Bremslicht dran.
Die Batterieladung brauchst du aber nur für Standlicht (ist für Motorräder nicht Vorschrift) und Hupe.
Wenn du zum Tüv willst,reicht eine volle Batterie für die Hupe,zum Fahren braucht es wie gesagt
keine Batt.ladung,die Zündung ist davon unabhängig.
Das Licht muß halt funktionieren,bei Motorlauf.
Teste mal das Licht so,indem du unten am Motor den Stecker abnimmst und an dem gelben Kabel,das aus dem Motor
kommt dort direkt die Scheinwerferlampe und an Masse hältst.
Dann hast du mal die ganze Verkabelung als Fehler ausgeschlossen.
Pass aber auf bei zu hoher Drehzahl steigt die Spannung an,wenn das Rücklicht nicht mit dabei ist,könnte die
Scheinw.birne evtl. Schaden nehmen.
Als Ersatz für einen defrekten Gleichrichter kann man auch eine geeignete Diode verwenden.
Janko.

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 11 Okt 2013: 18 16

Hey,

ich habe die Fehler alle gefunden. War der Stecker am Motor und der Gleichrichter.

Nun habe ich das Problem, dass die Birne vom Scheinwerfer so viel Strom wegnimmt, dass nicht mehr genug Spannung für den Rest da ist. Da gibt es im Elekronikfachhandel Bausätze, mit denen ich die Spannung erhöhen kann. Es soll aber auch im Internet Baupläne dafür geben (z. B. für eine Schwalbe). Da konnte ich aber nichts finden. Kann mir jemand helfen, entweder einen Bauplan zu finden oder sagen, welchen Bausatz ich nehmen kann?

Gruß
Jens

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 15 Okt 2013: 08 59

So einen Bausatz,um die Spannung zu erhöhen,gibt es meines Wissens doch gar nicht.
Man kann höchstens die komplette Anlage auf 12 Volt umbauen,z.B. mit einer Power Dynamo Anlage.
Wenn die Anlage in Ordnung ist,funktioniert aber auch alles zuverlässig.
Dann stimmt eben doch noch nicht alles.
Schau mal auf den Zünder,da steht die Wattzahl drauf,so muß auch die Gesamtleistung der Verbraucher
abgestimmt sein.
Scheinwerferbirne,Rücklicht usw.
Wenn am Fahrzeug mehr Watt verbraucht wird,packt das dein Zünder nicht und geht in die Knie.
Aber vermutlich ist noch ein Fehler in der Anlage,entweder Übergangswiderstände,Kurzschluss usw.
Was verstehst du denn darunter,es reicht für den Rest nicht,welcher Rest?
Du hast doch nur Licht,Zündung,Batterieladung,evtl.Schnarre.
Janko.

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 15 Okt 2013: 21 08

Hallo,

was ich meine ist folgendes, wenn der Frontscheinwerfer aus ist oder nur Standlicht an ist, bekomme ich genug Strom für das Rücklicht und die Batterie. Schalte ich dann das Abblendlicht an, bricht alles zusammen. Naja, nicht ganz. Der Frontscheinwerfer leutet, das Rücklicht ist sehr dunkel geworden und an der Batterie kommt nicht mehr genug an (ca. 4 V).

Gruß
Jens

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 1Janko » 16 Okt 2013: 09 27

Erstmal das,was ich geschrieben habe, "Schnarre" war eine Gedankenlosigkeit,diese gibt es nur für Wechselstrom.
Hupe wie bei dir, mitGleichstrom,(Batteriebetrieb).
Wenn nun wie du schreibst,das Fahrlicht vorne gut leuchtet,aber hinten das Rücklicht nur schwach,so ist es
wahrscheinlich wie ich schon schrieb,ein Übergangswiderstand/Spannungsabfall in der Leitung nach hinten.
Löse vorn im Scheinwerfer das Rücklichtkabel und lege eine provisorische Leitung vom vord. Licht direkt an das
Rücklicht.
Motor an,Scheinwerfer an,dann wirst du ja sehen ob es besser ist.
Wenn ja,suche den Fehler (wenn richtig verkabelt) in der Leitung nach hinten.
Am besten ein neues Kabel legen.
Das Rücklicht muss aber laut Angabe die richtige Wattzahl haben,vielleicht 2 W.
Janko.

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 24 Okt 2013: 12 33

Hallo Janko,

habe jetzt noch mal alles überprüft. An den Kabeln liegt es nicht. Wenn ich diese direkt im Scheinwerfer an der Verteilung abklemme und dort an den Klemmen messe, ist dort auch schon ein Spannungsabfall, wenn der Scheinwerfer eingeschaltet wird.

Die Spannung, die an der Verteilung ankommt, beträgt rund 6 V ~. An allen Abgängen liegen auch rund 6 V an. Schalte ich nun den Scheinwerfer (Leistung: 6V 35W/35W) ein, bricht die Spannung an allen Abgängen auf rund 3 V zusammen. Kann es sein, dass die Lampe zu stark ist?

Übrigens, ich habe den Gleichrichter auch noch mal getestet. Habe mir einen Bausatz gekauft, mit dem ich die Wechselspannung geglättet gleichrichten kann. Ist übrigens regelbar und kann auch mehr Spannung abgeben, als eingeht. Wenn ich hier nun 6 V= als Ausgang einstelle und ich messe dann am Verbraucher den Pluspol gegen Masse (Rahmen), habe ich wider nur 4 V. Liegt wohl daran, dass dann die Spannung nicht mehr geglättet ist. Ich müsste also an alle Verbraucher zwei Kabel legen (Plus und Minus). Nützt aber in soweit auch nicht wirklich, da die Eingangsspannung auch zusammenbricht, wenn ich den Scheinwerfer einschalte.

Gruß
Jens

_hiha
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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von _hiha » 25 Okt 2013: 07 57

Servus Jens,
sag mir doch mal, was das für ein Bausatz ist, damit ich mir den mal anschauen kann. Normalerweise funktionieren die an so einer Magnetlichtmaschine nicht. An Deiner Stelle würde ich beim Gleichrichter bleiben.
Wenn die Spannung tatsächlich so stark einbricht könnte es sein, dass der Magnet seinen Magnetismus teilweise verloren hat. Bei den Baujahren anfang der Fünfziger kann das durchaus sein. Es gibt heute wieder ein paar Firmen, die den Rotor aufmagnetisieren können.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Lichtmaschine für Scheinwerferbirnen 6V25/25 ausgelegt ist, und sie die 35W-Birne einfach nicht "derzieht". Solche permanenterregten Wechselstromlichtmaschinen mussten seinerzeit sehr genau auf die jeweilige Last abgestimmt werden, da sie mit den damaligen Mitteln nicht geregelt werden konnten. Eine Änderung der Last hat eine Änderung der Spannung zur Folge. Ausserdem war durch die mäßigen Magnetwerkstoffe die Leistung sehr begrenzt.
Da ich für den Motor kein Datenblatt gefunden hab, weiß ich nicht was die Lichtmaschine für eine Ausgangsleistung haben soll, aber üblicherweise hatten die so um die 30W.
Als Einstiegsliteratur empfehle ich Dir den Kupferwurm vom Carl Hertweck. Unbedingt empfehlenswert.

Gruß
Hans

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Re: Lichtmaschine an Mars Stella 175 K

Beitrag von 175Stella » 25 Okt 2013: 10 19

Hallo Hans,

der Bausatz ist nur zum Testen. Da kommt wieder ein Gleichrichter rein. Trotzdem hier mal der Link zum Bausatz: http://www.pollin.de/shop/dt/MDc5OTgxOT ... usatz.html

Die Lampe ist die richtige. Habe zwischenzeitlich Produktblätter erhalten. Füge ich als Anlage bei.

Wenn der Rotor magnetisiert werden muss, lohnt sich das dann noch oder sollte er gleich getauscht werden? Wo kann man das machen lassen?

Gruß
Jens
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