Wer kennt dieses Krad?

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web24
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Wer kennt dieses Krad?

Beitrag von web24 » 07 Okt 2005: 17 37

Liebe Freunde der Meisterdinger,
kürzlich habe ich eine Email bekommen mit diesen Bildern und ff. Fragen. Leider kann ich hier nicht weiterhelfen und daher frage ich hier mal nach, vielleicht kennt jemand das Krad.

Der Originaltext der Email:

Habe am Wochende ein Motorrad gekauft,von dem ich nicht weis was für ein Modell/Marke/Baujahr es ist! Auf der Suche danach hat mich Peter Hansel der Macher von _http://www.oldsachsmotor.de/_ http://www.oldsachsmotor.de/) an Sie verwiesen. Er konnte mir leider nur bestätigen das es sich nicht um eine Victoria Fix handelt.. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen!?

Alles was ich weis ist das es ein Sachs Motor mit 98ccm hat.Auf dem Rahmen ist zwar eine Fahrgestellnummer,aber kein Typenschild. Meiner Recherche nach gabs das Motorrad in ähnlicher Ausführung von den Firmen: Miele,Adler,Wanderer,Rixe usw...
Ob die Lackierung und die Anbauteile orginal sind kann ich nicht sagen,da
das Motorrad schon restauriert ist und der Restaurateur/Besitzer kürzlich
verstorben ist. Interssant wäre zu wissen welches Baujahr,Modell und von welchem Hersteller das Fahrzeug ist. Denke das Baujahr müsste um 1940 sein,da Kupplungs und Bremshebel von aussen angeschlagen sind und auf dem vorderen Schutzblech die Halterungen des Kennzeichens noch zu sehen sind.
Wäre Ihnen dankbar,wenn Sie mir weriterhelfen könnten. Anbei ein paar Bilder.

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Danke, der Netzmeister!
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Gast

Re: Wer kennt dieses Krad?

Beitrag von Gast » 15 Okt 2005: 19 06

Der Lackierung nach würde ich auf Wanderer tippen(habe zwei originale werkzeugkästen in ähnlicher Farbe)



M.f.G. Jörg

sachsfichtel
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Beitrag von sachsfichtel » 03 Feb 2007: 14 27

Hallo,

nochmal ein altes Thema wieder hochgeholt, aber die falsche Antwort mit der Wanderer kann ich so nicht stehenlassen. Es ist zwar richtig, daß die Wanderer-Motorfahrräder oftmals in diesem Grünton lackiert waren, aber das war damals so eine Art Modeerscheinung, weswegen mindestens jeder zweite Hersteller seine Motorfahrräder auch in grün angeboten hat.

Bei der abgebildeten Maschine handelt es sich ohne Zweifel um eine Excelsior Typ 6, gebaut zwischen 1937 und 1940. Interessant wäre es, die Fahrgestell- und Motornummer zu kennen, dann könnte ich das Baujahr genauer bestimmen.

Ein gleiches Fahrzeug ist übrigens im Fahrzeugmuseum Bad Oeynhausen zu besichtigen.

Gruß

Peter

sachsfichtel
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Beitrag von sachsfichtel » 03 Feb 2007: 14 31

... noch was vergessen :oops:

übriges ist die Gabel falsch zusammengebaut, deswegen stehen die Parallelogrammhebel so schräg nach oben und deshalb ist das Hinterrad so hoch über dem Boden

-tenso
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Re: Wer kennt dieses Krad?

Beitrag von -tenso » 13 Mai 2009: 17 56

Hallo,
ich habe eine Miele K20 der Tank und der Schalthebel sehen genauso aus, könnte auch ein vorgänger sein.
Meine Gabel ist nicht voll sondern hat die flächen die heller abgesetzt sind nicht.
Der hinterrahmen ist auch etwas anders.
Also die K20 kann man dan schonmal ausschließen denke ich.
MFG

_Temper
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Re: Wer kennt dieses Krad?

Beitrag von _Temper » 19 Mai 2013: 16 20

Hallo,

jetzt muß ich mich hier mal outen (habe mich extra deshalb hier angemeldet).
Ich glaube, ich bin der jenige, welcher das Moped Anfang der 80'er Jahre "etwas" unfachgemäß teil-restauriert hat.
Man möge mir verzeihen, ich war damals noch nicht volljährig und hatte keine Ahnung von der Materie.
Ich habe dieses Krad von einem Bekannten der Oldtimer-Szene Freiberg/Sa. bekommen.
Leider etwas unvollständig, so fehlten vor allem diese Parallelogramm-Streben der Vorderradaufhängung samt der zugehörigen Schraubenbolzen.
Woran ich es erkannt habe:
- an der etwas eigenwilligen Farbgebung, die ganz auf eigener Phantasie, mündlicher Überlieferung und der in der DDR zur Verfügung stehenden Farben basierte
- an der Schleife in der Benzinzufuhr, dabei handelt es sich um eine Bremsleitung eines Trabbis, die ich ganz nach eigenen Vorstellungen zurechtgebogen habe.

Das Moped ist wegen der unvollständigen Vorderradaufhängung nie fertig, also fahrbereit geworden und ich habe es dann Anfang der 80'er gegen 2 MAW-Fahradhilfsmotoren eingetauscht (die ich gut gebrauchen konnte).
Der Erwerber muß wohl der inzwischen verstorbene "Fertig-Restaurator" gewesen sein, welcher dann offensichtlich die fehlenden Schwingerstreben aufgetrieben hat.

Zur eigentlichen Frage, was das für ein Fabrikat ist, kann ich leider trotzdem keine hilfreiche Antwort liefern.
Mir wurde damals von dem Bekannten der Freiberger Oldtimer-Szene gesagt, es sei eine Wanderer mit Sachs-Motor.
Beim Motor gibt es ja keine Zweifel, bei Wanderer aber schon, da am Tank kein entspr. Schriftzug existierte. Deshalb habe ich da auch keinen solchen wieder aufgebracht.
Trotzdem schön, das Gefährt hier wieder zu sehen. So waren die vielen Stunden Hobbyarbeit der frühen Jugend doch nicht ganz vergebens und das Werk wurde letzlich doch noch vervollständigt.

Viele Grüße an den neuen Besitzer!

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