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MARS / M.A.

(1903 - 1958)



Inserat


Mars Fahrradwerke & Ofenfabrik AG., Siegmundstraße 40, Nürnberg - Doos
Mars - Werke AG., Siegmundstraße 40, Nürnberg - Doos
Mars - Werke AG., Siegmundstraße 17, Nürnberg - Doos


  Mars war eine Eisenofenfabrik, in der dann auch Fahrräder hergestellt wurden. Im Jahre 1903 begann man mit dem Bau von Motorrädern und Automobilen. Der Autobau endete bereits 1909. Für die Motorräder kamen schweizer Motosacoche- und Zedelmotoren zum Einbau.

Berühmteste Konstruktion war aber die, von Ing. Claus Franzenburger 1920 entworfene, legendäre 'Weiße Mars', die, wohl weniger bekannt, auch in roter oder grüner Farbe erhältlich war. Nach Franzenburgers Konstruktion wurde der Zweizylinder- Boxermotor ausschließlich für Mars bei der rennomierten Firma Maybach in Friedrichshafen hergestellt. Auffälliges Konstruktionsmerkmal war die Kurbel, mit deren Hilfe der Motor gestartet wurde. Der seitengesteuerte Motor hatte einen Hubraum von 956 cm3 und wurde längs im aus Stahlblechen geschweißten und genieteten Kastenrahmen eingebaut. Das Getriebe befand sich über dem hinteren, der Magnet über dem vorderen Zylinder. Der Motor war luftgekühlt.

In Berlin wurde eine Marskopie mit wassergekühlten, nicht bei Maybach produzierten Motoren gebaut und unter den Namen Aristos, Menos, Sterna vertrieben. Diese Kopien wurden nur kurzzeitig produziert. Die Mars hingegen wurde bis 1932 gebaut.

Es gab auch sportliche Erfolge: die Werksrennfahrer Ernst Schulz und Heinz Wilhelm errangen 1921 die Plätze 1 und 2 der bayerischen Meisterschaft.



Schulz / Wilhelm
1921: Schulz und Wilhelm


Schulz / Wilhelm
1923, Reichelsdorfer Keller:
Wilhelm (links) und Schulz (sitzend)
(aus Thomas Reinwald: Nürnberger Motorradindustrie)


Schulz / Wilhelm
1923: Reichelsdorfer Keller



Mars-Renngepann
Mars Renngespann im Einsatz
(aus Thomas Reinwald: Nürnberger Motorradindustrie)


Goehler
Gebrüder Göhler, Karlsruhe bei Bergrennen 1926




Zu erwähnen auch Oberländer und die Brüder Göhler, die als Gespannfahrer bekannt wurden.

Das Werk kam während der Inflation 1923/24 in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Brüder Johann und Karl Müller (Betriebsleiter und Konstrukteur bei Mars) übernahmen das Werk - jedoch nicht den Namen 'Mars'.

Ab 1925 wurden die Maschinen unter dem Namen 'M.A.' vertrieben. Ab Mitte der zwanziger Jahre erschienen die M.A.25 mit Zweiganggetriebe und die M.A.27 als Touren- und Sportmodell mit bis zu 18 PS. Die Zweigangmaschinen hatten zwei Hinterradketten, die Dreigangmaschinen eine.



Mars-Inserat



Ab 1928 wurden M.A.29- Einzylindermaschinen mit MAG- Einbaumotoren von 497 cm3 (ohv) und 598 cm3 (ioe) und Rohr- Doppelschleifenrahmen gebaut. 1930 kam ein steuerfreier 198 cm3- Zweitakter von Villiers. Später (1932) wurden noch Maschinen mit 60 cm3- Sachs und seitengesteuerten 198 cm3 Jap- und Sturmey- Archer- Einbaumotoren produziert. Die 500er und 600er Einzyliner kamen jetzt von JAP anstelle von MAG. Von 1933 an bis zum Krieg baute man nur noch Maschinchen mit 60-, 73- und 98 cm3 Sachs- Motoren.

Nach dem Krieg konstruierte Ing. Rudi Albert (vorher Chefkonstrukteur bei Allright, Köln und Phänomen, Zittau) die 'Stella' mit 147, 174 und 198 cm3 Sachs-Motoren und das letzte Mars- Leichtmotorrad 'Monza' mit einem 49 cm3 Motor. Im Jahre 1957 kam dann das Ende; Gritzner- Kaiser AG (Karlsruhe- Durlach) hat noch kurzzeitig den Bau der 'Monza' weitergeführt.



Fritz Wöhe jr. (Exportverantwortlicher und Werksrennfahrer bei MARS) hat die MARS-CHRONIK, die Geschichte der Stella und der MARS Mopeds geschrieben, mit Bildern ergänzt und die Veröffentlichung hier gestattet.
Vielen herzlichen Dank!



Typenübersicht



Mars Rad
Mars Steher-Fahrrad
(aus Thomas Reinwald: Nürnberger Motorradindustrie)




Mars - Links:

Umfangreiche Mars-Website von Herrn Weber.
(Herr Weber hat mir freundlicherweise einige Abbildungen und Fotos zur Verfügung gestellt.)

Die Mars Stella 150 Site von H. G. Etzold!



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Stand: XI.2003